Der Foodcourt ist ein stark frequentierter Ort. Die Möblierung muss entsprechend viel aushalten: täglich viele Gäste, wechselnde Nutzungen, hohe hygienische Anforderungen und einen Betrieb, der möglichst ohne Unterbruch funktionieren soll. Genau hier zeigt sich, wie wichtig durchdachte Materialien, robuste Konstruktionen und ein präzise organisierter Unterhalt sind.
In Zusammenarbeit mit Partnern wie Schneider, Girsberger und Tschanz Bodenbeläge wurden die verschiedenen Elemente realisiert und über die Jahre kontinuierlich gepflegt, saniert und weiterentwickelt. Seit 2014 wurden die Polsterbänke und Sessel in mehreren Etappen erneuert. Dabei wurde nicht nur ersetzt, sondern immer wieder optimiert: Polsterungen wurden instandgesetzt, Bezüge erneuert und das Farbkonzept an die Nutzungserfahrungen angepasst. Helle Farben verschwanden zunehmend aus dem Konzept, widerstandsfähigere Materialien rückten in den Vordergrund.
Ein zentrales Element ist die präzise Organisation der Unterhaltsarbeiten. Da der Foodcourt an den Wochenenden vollständig nutzbar sein muss, erfolgen die Arbeiten unter der Woche just in time. Jeweils am Montagmorgen wird eine Bankanlage demontiert und der entsprechende Bereich temporär gesperrt. Die Elemente werden noch am selben Morgen abgeholt, in die Polsterei transportiert, innerhalb von drei Tagen neu bezogen und bei Bedarf instandgesetzt. Am Freitagmorgen erfolgt die Rücklieferung ins Westside. Bis spätestens 11.00 Uhr ist die Bankanlage wieder montiert und für den Betrieb freigegeben.
So entsteht ein langfristiges Projekt, das weit über die ursprüngliche Einrichtung hinausgeht. Es verbindet Gestaltung, Handwerk, Logistik und Betriebssicherheit – und zeigt, wie nachhaltige Innenarchitektur im öffentlichen Raum funktioniert: nicht nur schön bei der Eröffnung, sondern belastbar, anpassungsfähig und gepflegt über viele Jahre.